Jet | Allgemeine Infos

Es gibt verschiedene Jetflugzeuge mit unterschiedlicher Leistungskapazität und Charakteristika. Jeder Düsenjet oder Jet allgemein verfügt über extrem viel Power und ist somit ein mächtes Flugzeug. Im folgenden sind die bekanntesten und wichtigsten Jet Flugzeuge aufgelistet:

MiG | Mikojan-Gurewitsch

Mikojan-Gurewitsch mit der Abkürzung MiG ist ein Militärflugzeughersteller aus Russland, mit dem Schwerpunkt auf der Produktion von Jagdflugzeugen. Seit 2006 ist die Firma Teil des russischen Luftfahrtkonsortiums OAK. Die Serienproduktion des ersten Flugzeugs, der MiG-1 begann 1941. Weitere wichtige Flugzeugtypen sind:  MiG-1, MiG-3, MiG-9, MiG-15, MiG-17, MiG-19, MiG-21, MiG-23, MiG-25, MiG-27, MiG-31, MiG-35. Prototypen und Kleinstserien waren die A-Projektreihe (I-220 (A) / I-221 (2A) / I-222 (3A) / I-224 (4A) / I-225 (5A) 1943/44/45, die MiG-5 (DIS-200), 1941/42, die MiG-8 Utka, die MiG-9 ‘IKh’ (I-210 / MiG-9M-82), die MiG-13, MiG-105, die MiG-LMFS.

Ein sehr bekannter Jet ist die Mig-21. Dieses Flugzeug der Superlative ist ein klassisches Jagdflugzeug mit dem NATO-Codenamen “Fishbed)”. Es ist das am häufigsten gebaute Strahlflugzeug weltweit, das am häufigsten gebaute Kampfflugzeug nach dem 2. Weltkrieg und ist bei Fünfzig Luftwaffen auf vier Kontinenten einsatzbereit.

Hingegen ist die MiG-28 ein erfundenes Flugzeug, das unter anderem im Film “Top Gun” verwendet wurde. Ebenfalls ein rein fiktiver Jet ist die angeblich mit Stealth-Eigenschaften konstruierte MiG-37B.

Die MiG-29 mit dem NATO-Codenamen „Fulcrum“ ist ein russisches Jagdflugzeug, das Ende der siebziger Jahre seinen Erstflug hatte.

L-39

Zunächst nur als Nachfolger der L-29 Delfin, nahm die Bedeutung der Aero L-39 Albatros als Trainingsflugzeug  mit Strahltriebwerk enorm zu. Sie ist der wichtigste Trainingsjet der tschechischen  Luftstreitkräfte und wurde von Jan Vlček konstruiert. Den Erstflug des Jets führte im Jahre 1968 Rudolf Duchon durch. Die L-39 hat viele Auftritte bei nationalen Meisterschaften im Luftrennen und ist bekannt für Kunstflugvorführungen. Selbst Hollywood “verfilmte” den Jet und so war die L-39 1977 auch in einem James Bond Films zu bewundern. Der Albatros ist sehr stabil und zuverlässig. Beispielsweise fahren die Luftbremsen bei Mach 0,8 selbstständig aus. Da es ein reiner Trainings-Jet ist hat die L 39 normalerweise keine Bewaffnung.

English Electric Lightning

Die English Electric Lightning ist ein Abfangjäger der britischen Firma English Electric. Den Einsatz fand der Jet zwischen 1950 und 1980 bei der Royal Air Force und bei arabischen Luftstreitkräften. Als Abfangjäger war die Electric Lightning nie übermäßig bewaffnet.

BAe Buccaneer

Die BAe Buccaneer oder auch Aerospace Buccaneer genannt, besteht aus zwei Motoren. Besonders bekannt wurde die Buccaneer aufgrund ihrer ausserordentlichen Fähigkeit zum schnellen Tiefflug. Sie können in unter anderem in Südafrika diesen Jet auch selber fliegen.

Hawker Hunter

Der Hunter oder speziell der Hawker Hunter ist ein britisches Kampfflugzeug. Die Hauptbewaffnung waren Maschinenkanonen, die über kurze Feuerstöße abgeschossen wurden. Der Jet hatte schon damals eine relativ hohe Geschwindigkeit und eine starke Bewaffnung. Es existieren unter anderem folgende Varianten F.Mk.1, F.Mk.2, F.Mk.3, F.Mk.4, F.Mk.5, F.Mk.6, T.Mk.7, T.Mk.8, F.(G.A.)Mk.9, F.R.Mk.10, G.A.Mk.11, F.Mk.56, F.Mk.58,  FR.71A, FR.76A, FGA.80 oder T.Mk.81.

Jak 40 | Jakowlew

Die Jak-40 ist ein sowjetisches Verkehrsflugzeug für Kurzstrecken und wurde Anfang 1960 konstruiert. Daher ist sie kein wirklicher Jet aber dennoch vielseitig einsetzbar. Sie kann eine 2-3-köpfige Besatzung mit ca. 32 Passagieren transportieren. Eine Besonderheit ist, dass sie auch relativ einfach von unbefestigten Flugplätzen, wie z.B. Graslandeplätzen, starten kann.

Messerschmitt ME 262

Die Messerschmitt ME 262 war das 1. Militärflugzeug mit Strahltriebwerken, dass serienmäßig produziert wurde. Bekannt ist es als Jäger (Schwalbe) und als Jagdbomber  (Sturmvogel) während des 2. Weltkriegs geworden. Entwickelt wurde der Düsenjet durch das Unternehmen Messerschmitt AG.  Die Messerschmitt ME 262 hat eine große Bedeutung für die Luftfahrt, denn es war eines der technisch fortschrittlichsten Flugzeuge seiner Zeit.

Eurofighter

Ein Eurofighter 90 oder auch der Eurofighter EF 2000 ist ein wichtiges  Mehrzweckkampfflugzeug. Herrgestellt wurde es durch die Eurofighter GmbH und hatte ihren Erstflug im Jahre 1994. In Deutschland lief die Entwicklung unter dem Namen Jäger 90, international hieß er oft Eurofighter Typhoon.

Die Hawker Hunter ist ein von der Firma Hawker Siddeley entwickeltes britisches Kampfflugzeug, das ab 1954 hauptsächlich im Vereinigten Königreich, aber auch in anderen Ländern eingesetzt wurde.

Inhaltsverzeichnis

[Verbergen]

Entwicklung [Bearbeiten]

Die Ende der 1940er-Jahre entwickelte Hunter wurde entwickelt, um mit Hilfe der Bodenleitstelle sowjetische Bomberverbände vor dem britischen Festland abzufangen. Für die Hunter war kein eigenes Bordradar vorgesehen. Da zu dieser Zeit in Großbritannien die Entwicklung von Lenkwaffen noch in der Entwicklungsphase war, konzentrierten sich die Entwickler auf Maschinenkanonen als Hauptbewaffnung. Gemäß einer Forderung des Ministry of Defense sollte der neue Abfangjäger schon mit einem kurzen Feuerstoß seiner Maschinenkanonen einen sowjetischen Bomber zum Absturz bringen können. Als Lösung wurde eine schnell austauschbare Wanne mit einer 30-mm-Vierfach-Maschinenkanone ADEN (Armament Development Establishment) in den Rumpf eingebaut, die auch bei kurzen Feuerstößen eine hohe Menge an Geschossgewicht ins Ziel bringen konnten. Obwohl zu Beginn die Vibrationen und Gase der Maschinenkanonen problematisch waren, konnte die Hunter später für die Erdkampfunterstützung eingesetzt werden, wobei jeweils nur eine Zwillings-Maschinenkanone verwendet wurde. Das Flugzeug hatte für damalige Verhältnisse eine hohe Höchstgeschwindigkeit und verfügte über ein großes Waffenarsenal. Der Erstflug des Prototyps fand am 20. Juli 1951 statt. 1953 hielt das Flugzeug mit 1173 km/h den offiziellen Geschwindigkeitsweltrekord und durchbrach an Flugshows im Bahnneigungsflug mehrfach die Schallmauer. Jahrelang flogen Hunter u. a. bei verschiedenen Staffeln der RAF Germany. Die Hunter wurde 1980 abgelöst. In der Schweiz blieb die Hunter bis ins Jahr 1994 im Dienst und wurde mehrmals überholt. Es gibt noch mehr als zehn fliegenden Maschinen und mehrere Museumsflugzeuge.

Hawker Hunter in Konflikten [Bearbeiten]

Die Hunter hat in zahlreichen Konflikten eine Rolle gespielt:

  • Sechstagekrieg 1967 (von irakischen und jordanischen Piloten geflogen)
  • Chile: wichtige Rolle von Hunters beim Sturz des gewählten sozialistischen Präsidenten Salvador Allende. Hunters bombardierten den Präsidentenpalast, Allendes Haus und Radiostationen
  • Bei den Bürgerkriegen in Somalia
  • Rhodesien: gegen ZANU/ZAPU in den späten Sechzigern
  • Unterstützung für Laurent Kabila in Zimbabwe beim zweiten Kongokrieg
  • Indo-Pakistanische Kriege

Die Hunter in der Schweizer Luftwaffe [Bearbeiten]

In den späten Fünfzigerjahren galt es, die ersten Serien der damaligen Düsenflugzeuge DH-100 Vampire und DH-112 Venom durch moderne Kampfflugzeuge abzulösen. In der Endausscheidung mit der North American F-86 Sabre und der in der Schweiz noch in Entwicklung begriffenen FFA P-16 fiel die Wahl auf die englische, bei Hawker Aircraft Ltd. gebauten Hunter Mk 6. Dieser Flugzeugtyp galt in der damaligen Fachwelt als Spitzenprodukt. Am 29. Januar 1958 beschlossen die Eidgenössischen Räte die Beschaffung von 100 dieser Kampfflugzeuge (inkl. Reservematerial und Munition) direkt vom Herstellerwerk und im Kostenumfang von 313 Millionen Franken. Bereits im April begann die Auslieferung und Überführung der neuen Maschinen von England in die Schweiz. Dies ermöglichte eine rasche Umschulung der Piloten und des technischen Personals, und bereits ein Jahr später waren fünf Fliegerstaffeln auf der Hunter einsatzbereit. Die Flugzeuge mit der Bezeichnung Hunter Mk. 58 wurden damals sowohl für Erdkampf wie für Luftkampfaufgaben eingesetzt. Dabei erwiesen sie sich als einsatzsichere, wirkungsvolle und voll miliztaugliche Kampfflugzeuge.

Einsatzaufgaben und Flugleistungen [Bearbeiten]

Während der 36-jährigen Verwendungsdauer wurden die Hunter-Kampfflugzeuge mehrmals modifiziert und mit neuen Systemen und Waffenanlagen nachgerüstet. In der Zeit von 1975 bis 1991 waren insgesamt neun Frontstaffeln und eine Sonderstaffel mit der Hunter ausgerüstet. Mit der Inbetriebnahme der Tiger-Raumschutzjäger wurden die Hunter dann weitgehend von der Luftkampfaufgabe entbunden; ihre Hauptdomäne blieb der Jagdbombereinsatz. Zu diesem Zweck wurde die Hunter zum tragen von BL755 Streubomben und AGM-65 Maverick Lenkwaffen nachgerüstet. Die Hunter-Flotte erbrachte eine Flugleistung von ca. 310.000 Flugstunden bei rund 483.000 Einsätzen.

Ende der Hunter-Ära [Bearbeiten]

Ende 1994 wurden die Hunter-Kampfflugzeuge im Rahmen der schweizerischen Armeereform 95 außer Dienst gestellt und die damit ausgerüsteten fliegenden Verbände aufgelöst. Nach über 36 Einsatzjahren galten die Hunter-Jagdbomber als technisch überaltert; ihre Kampfkraft wäre für ein künftiges Konfliktszenario ungenügend und ihr Unterhalt unverhältnismäßig teuer geworden. Der letzte Flug fand am 16. Dezember 1994 statt. Dabei landete die erste seinerzeit in der Schweiz eingesetzte Hunter mit der legendären Registrierung J 4001 symbolisch in Dübendorf und wurde dem dortigen Luftwaffenmuseum übergeben. Noch heute sind jedoch zahlreiche flugtaugliche Muster der Schweizer Luftwaffe im Einsatz. Ein Teil davon wurde nach Südafrika exportiert, ein weiterer Teil davon wird als Erdkämpfer flugtauglich gehalten damit man im Notfall darauf zurückgreifen könnte. Diese Muster kommen oft bei Airshows in der Schweiz und dem grenznahen Ausland zum Einsatz.[1] In der Schweiz hat die Hunter dank ihrem langjährigen Einsatz bei der Luftwaffe eine große und treue Fangemeinde. Sie wird von dieser liebevoll “Hönter” genannt.

Varianten [Bearbeiten]

  • F.Mk.1 : Jagdflugzeug
  • F.Mk.2 : Jagdflugzeug
  • F.Mk.3 : Rekordflugzeug
  • F.Mk.4 : Jagdflugzeug
  • F.Mk.5 : Jagdflugzeug
  • F.Mk.6 : verbesserte Variante des Jagdflugzeugs. Der Erstflug war am 25. März 1955, u. a. Tagjäger bei der RAF Germany.
  • T.Mk.7 : zweisitziger Trainer, der aus F.Mk.4 entwickelt wurde. Der Erstflug war am 11. Oktober 1957.
  • T.Mk.8 und T.Mk.8M : Marine-Versionen von T.Mk.7, die mit einem Fanghaken ausgerüstet wurden
  • F.(G.A.)Mk.9 : Erdkampfflugzeug, das aus F.Mk.6 entwickelt wurde. Von diesem Flugzeug gibt es zahlreiche Exportversionen.
  • F.R.Mk.10 : Aufklärer, der aus F.Mk.6 entwickelt wurde, fast alle eingesetzt bei der RAF Germany
  • G.A.Mk.11 : Trainerversion der F.(G.A.)Mk.9, der für die Royal Navy entwickelt wurde
  • F.Mk.56 : Exportmodell von F.Mk.6, das für Indien gebaut wurde
  • F.Mk.58 und F.Mk.58A: Exportmodell der F.Mk.6, gebaut für die Schweizer Luftwaffe
  • T.Mk.66 und T.Mk.66C : zweisitziger Trainer für den Export
  • T.Mk.67 : zweisitziger Trainer für den Export
  • T.Mk.68 : zweisitziger Trainer für den Export, Schweizer Luftwaffe
  • FGA.70 : Exportmodell von F.(G.A.)Mk.9
  • FGA.71 : Exportmodell von F.(G.A.)Mk.9
  • FR.71A : Exportmodell von F.R.Mk.10
  • T.Mk.72 : zweisitziger Trainer für den Export
  • FGA.73 : Exportmodell von F.(G.A.)Mk.9
  • FGA.74 : Exportmodell von F.(G.A.)Mk.9
  • FR.74A und FR.74B : Exportmodelle von F.R.Mk.10
  • T.Mk.75 und T75A : zweisitzige Trainer für den Export
  • FGA.76 : Exportmodell von F.(G.A.)Mk.9
  • FR.76A : Exportmodell von F.R.Mk.10
  • T.Mk.77 : Exportmodell des zweisitzigen Trainers T.Mk.7
  • FGA.80: Exportmodell von F.(G.A.)Mk.9
  • T.Mk.81: zweisitziger Trainer für den Export

Insgesamt wurden in Großbritannien 1972 Flugzeuge gebaut. Dazu kamen noch 455 Lizenzbauten, die von Avions Fairey in Belgien und von Fokker in den Niederlanden gebaut wurden. Für den Exportmarkt wurden zahlreiche Umbauten vorgenommen.